Grundsteuer Rechner
Berechnen Sie Ihre jährliche Grundsteuer nach der Reform 2025 für alle 16 Bundesländer.
Ihre Angaben
Aus Ihrem Grundsteuerwertbescheid des Finanzamts.
Steht in Ihrem Grundsteuerbescheid oder auf der Website Ihrer Gemeinde.
Mit unserem Grundsteuer Rechner ermitteln Sie in wenigen Schritten, wie hoch Ihre jährliche Grundsteuer nach der Reform 2025 ausfällt. Der Rechner deckt alle 16 Bundesländer ab und wählt automatisch das richtige Berechnungsmodell für Sie aus, egal ob Bundesmodell, Bodenwertmodell oder Flächenmodell. Weitere Steuer und Finanzrechner finden Sie auf Profinanzrechner.
Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland eine neue Grundsteuer. Der alte Einheitswert aus den Jahren 1935 und 1964 wurde durch den aktuellen Grundsteuerwert ersetzt, nachdem das Bundesverfassungsgericht die frühere Regelung für verfassungswidrig erklärt hatte. Wer wissen will, was das für die eigene Immobilie bedeutet, kommt an einem Grundsteuer Rechner kaum vorbei, denn die neuen Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland teils erheblich.
So funktioniert die Grundsteuer-Formel
Grundsteuerwert × Steuermesszahl = Grundsteuermessbetrag Grundsteuermessbetrag × Hebesatz = Jährliche Grundsteuer
Für Wohngrundstücke gilt bundesweit im Bundesmodell eine Steuermesszahl von 0,31 Promille, für Gewerbeimmobilien 0,34 Promille. Der Hebesatz wird von der Gemeinde festgelegt und schwankt stark, von rund 200 Prozent in kleinen Gemeinden bis über 800 Prozent in Großstädten.

Welches Grundsteuer-Modell gilt in meinem Bundesland?
Nicht jedes Bundesland rechnet gleich. Elf Länder nutzen das sogenannte Bundesmodell, fünf haben eigene Regeln eingeführt. Unser Grundsteuer Rechner erkennt das passende Modell automatisch, sobald Sie Ihr Bundesland auswählen.
Bundesland | Modell |
|---|---|
Baden-Württemberg | Bodenwertmodell |
Bayern | Flächenmodell |
Berlin | Bundesmodell (abweichende Messzahl für Gewerbe) |
Brandenburg | Bundesmodell |
Bremen | Bundesmodell (abweichende Messzahl für Gewerbe) |
Hamburg | Flächen-Lage-Modell |
Hessen | Flächen-Lage-Modell |
Mecklenburg-Vorpommern | Bundesmodell |
Niedersachsen | Flächen-Lage-Modell |
Nordrhein-Westfalen | Bundesmodell |
Rheinland-Pfalz | Bundesmodell |
Saarland | Bundesmodell (abweichende Messzahl) |
Sachsen | Bundesmodell (abweichende Messzahl für Gewerbe) |
Sachsen-Anhalt | Bundesmodell |
Schleswig-Holstein | Bundesmodell |
Thüringen | Bundesmodell (ab 2027 angepasst) |
Die vier Berechnungsmodelle im Überblick
Grundsteuer berechnen: ein Beispiel aus der Praxis
Ein Einfamilienhaus in Nordrhein-Westfalen hat laut Bescheid einen Grundsteuerwert von 300.000 Euro. Bei einer Steuermesszahl von 0,31 Promille ergibt sich ein Messbetrag von 93 Euro. Bei einem Hebesatz von 500 Prozent beträgt die jährliche Grundsteuer 465 Euro, aufgeteilt auf vier Raten von jeweils 116,25 Euro. Genau diese Rechnung übernimmt unser Grundsteuer Rechner automatisch, für jedes Bundesland und jedes Modell.
Hebesätze großer Städte im Vergleich
Der Hebesatz entscheidet oft stärker über die Höhe der Grundsteuer als der Immobilienwert selbst.
Stadt | Hebesatz (ca.) |
|---|---|
Berlin | 470 % |
München | 824 % |
Hamburg | 679 % |
Köln | 550 % |
Frankfurt am Main | 855 % |
Stuttgart | 160 % |
Dresden | 400 % |
Düsseldorf | 374 % |
Die tatsächlichen Werte können sich je nach Gemeinde ändern. Prüfen Sie den aktuellen Hebesatz am besten direkt bei Ihrer Stadt oder Gemeinde, bevor Sie den Grundsteuer Rechner nutzen.
Grundsteuer A, B und C: der Unterschied
Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Grundsteuer B gilt für bebaute und unbebaute Grundstücke wie Häuser, Wohnungen und Gewerbeimmobilien und ist der Standardfall, den dieser Grundsteuer Rechner abdeckt. Grundsteuer C ist kein eigenes Modell, sondern ein separat erhöhter Hebesatz für baureife, unbebaute Grundstücke, um Spekulation entgegenzuwirken.
Grundsteuer bei Vermietung: Umlage auf Mieter
Vermieter können die Grundsteuer vollständig als Betriebskosten auf Mieter umlegen, sofern der Mietvertrag das vorsieht. Bei der eigenen Steuererklärung lässt sich die Grundsteuer zudem als Werbungskosten geltend machen.
So nutzen Sie den Grundsteuer Rechner
Wählen Sie zunächst Ihr Bundesland, der Rechner stellt automatisch die passenden Felder für Ihr Modell bereit. Tragen Sie Grundsteuerwert, Bodenrichtwert oder Flächenangaben ein, dazu den Hebesatz Ihrer Gemeinde. Kennen Sie Ihren Grundsteuermessbetrag bereits, können Sie ihn auch direkt eingeben, das ist genauer als jede Schätzung.
Einspruch gegen den Grundsteuerbescheid
Stimmen die Angaben nicht, etwa bei Fläche, Bodenrichtwert oder Baujahr, können Sie innerhalb eines Monats Einspruch beim Finanzamt einlegen.
Fälligkeit: wann wird die Grundsteuer bezahlt?15.
15. Februar, 15. Mai, 15. August, 15. November. Auf Antrag bei der Gemeinde ist auch eine einmalige Jahreszahlung zum 1. Juli möglich.
Fazit – Grundsteuer Rechner
Ob Bundesmodell, Bodenwertmodell oder Flächenmodell, unser Grundsteuer Rechner berücksichtigt automatisch das richtige Verfahren für Ihr Bundesland und liefert die jährliche, vierteljährliche und monatliche Grundsteuer auf einen Blick.
