TVöD Rechner – Gehalt im öffentlichen Dienst berechnen
Berechnen Sie Ihr Nettogehalt im öffentlichen Dienst auf Basis Ihres Bruttogehalts, Ihrer Arbeitszeit, Steuerklasse und Ihrer Sozialversicherungsangaben.
Gehaltsangaben
Angaben zur Besteuerung
Angaben zur Sozialversicherung
Wichtiger Hinweis: Diese Berechnung basiert auf vereinfachten, gerundeten Näherungswerten für die Lohnsteuer und dient ausschließlich zur groben Orientierung. Bruttogehalt bitte laut aktueller Entgelttabelle für Ihre Entgeltgruppe und Stufe eingeben. Sie ersetzt keine verbindliche Gehaltsabrechnung oder Steuerberatung. Grundlage: Sozialversicherungssätze 2026.
Der TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) regelt die Arbeitsbedingungen und Gehälter für Millionen Beschäftigte bei Bund und Kommunen in Deutschland. Mit unserem TVöD Rechner ermitteln Sie schnell, wie viel von Ihrem Bruttogehalt nach Abzügen tatsächlich übrig bleibt.
Kurz gesagt: Sie geben Ihr Bruttogehalt laut aktueller Entgelttabelle sowie Ihre Steuerklasse ein, und der Rechner ermittelt Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Ihr Nettogehalt, egal ob Sie unter den TVöD Bund, TVöD VKA oder einen vergleichbaren Tarifvertrag wie den TV-L der Länder fallen. Wer neben dem Gehalt auch andere Finanzfragen klären möchte, findet auf Profinanzrechner weitere passende Rechner.
Was ist der TVöD?
Der TVöD steht für „Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst“ und regelt seit 2005 die Arbeitsverhältnisse von Angestellten bei Bund und Kommunen. Ausgehandelt wurde er zwischen den öffentlichen Arbeitgebern, dem Bundesministerium des Innern sowie der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Gewerkschaft ver.di. Er löste frühere Tarifwerke wie den BAT (Bundes-Angestelltentarifvertrag) und den MTArb ab.
Neben dem Gehalt regelt der TVöD auch Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Urlaubsanspruch und eine Reihe weiterer Arbeitsbedingungen.

Für bestimmte Berufsgruppen gibt es Sonderregelungen mit eigenen Zusatzbezeichnungen: TVöD-SuE für den Sozial- und Erziehungsdienst, TVöD-Pflege für Beschäftigte in der Kranken- und Altenpflege sowie TVöD BT-E für Beschäftigte im Bereich der Entsorgungswirtschaft. Seit dem 1. Januar 2023 gilt einheitlich in den alten (West) und neuen Bundesländern (Ost) eine 39-Stunden-Woche als 100 % Arbeitszeit, zuvor bestanden hier regionale Unterschiede.
TVöD Bund, TVöD VKA und TV-L – wo liegen die Unterschiede?
Nicht jeder Tarifvertrag im öffentlichen Dienst ist identisch. Je nach Arbeitgeber gelten unterschiedliche Regelwerke:
Obwohl sich TVöD Bund, TVöD VKA und TV-L in ihrer Grundstruktur ähneln, unterscheiden sich die konkreten Entgelttabellen und teilweise auch die Zulagenregelungen je nach Geltungsbereich. Es lohnt sich daher, vor der Gehaltsberechnung mit dem TVöD Rechner zu prüfen, welcher Tarifvertrag tatsächlich für die eigene Beschäftigung gilt.
Aktueller Tarifabschluss 2025/2026
Der aktuelle Tarifvertrag im TVöD-Bereich läuft bis zum 31. März 2027. Die vereinbarten Entgelterhöhungen erfolgen in zwei Schritten: Zum 1. April 2025 stiegen die Tabellenentgelte um 3,0 Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro monatlich – ein Mindestbetrag, der besonders in unteren Entgeltgruppen für überdurchschnittliche Zuwächse sorgte. Zum 1. Mai 2026 folgte eine weitere Erhöhung um 2,8 Prozent, die für alle Entgeltgruppen gilt.
Die aktuelle Entgelttabelle für den kommunalen Bereich (VKA) ist damit vom 1. Mai 2026 bis zum 31. März 2027 gültig. Auch Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten sowie dual Studierende profitierten von den Tariferhöhungen mit jeweils zusätzlichen 75 Euro pro Erhöhungsschritt.
Wer sich für eine TVöD Rechner 2025 Berechnung interessiert, sollte beachten: Die Werte aus 2025 sind inzwischen durch die Anpassung zum Mai 2026 überholt, für eine aktuelle Prognose der eigenen Bezüge mit dem TVöD Rechner 2026 empfiehlt sich stets die neueste gültige Tabelle.
Wie ist der TVöD strukturiert: Entgeltgruppen
Die Entgeltgruppe entscheidet maßgeblich über die Höhe Ihres Gehalts und richtet sich in erster Linie nach Ihrer Qualifikation und Ihrem Tätigkeitsbereich:
Entgeltgruppe | Typische Qualifikation |
|---|---|
E 15Ü, E 15, E 14, E 13 | Master oder wissenschaftliches Hochschulstudium |
E 9b, E 9c, E 10, E 11, E 12 | Bachelor oder Fachhochschulstudium |
E 5 bis E 9a | Abgeschlossene Berufsausbildung (Lehre) |
E 1 bis E 4, E 2Ü | Angelernte und ungelernte Tätigkeiten |
Innerhalb dieser groben Einteilung gibt es feinere Unterschiede: Ob eine abgeschlossene Lehre etwa in Entgeltgruppe 5, 6, 7, 8 oder 9a eingestuft wird, hängt vom konkreten Tätigkeitsbereich ab. Ein Aufstieg in eine höhere Entgeltgruppe, die sogenannte Höhergruppierung, ist möglich, wenn sich die Tätigkeit oder der Bildungsgrad ändert, und ist in der Regel auf Antrag möglich.
Bis 2014 war eine Höhergruppierung nicht in jedem Fall vorteilhaft: Der Aufstieg in eine höhere Entgeltgruppe setzte gleichzeitig die TVöD-Stufe zurück, sodass Beschäftigte trotz höherer Einstufung mitunter vorübergehend weniger verdienten. Diese Regelung wurde inzwischen angepasst – die erreichte Stufe bleibt bei einer Höhergruppierung in der Regel erhalten.
Stufen: Wie Berufserfahrung Ihr Gehalt beeinflusst
Neben der Entgeltgruppe bestimmt auch die TVöD-Stufe die tatsächliche Höhe Ihres Gehalts. Während die Entgeltgruppe an Ihre Qualifikation gekoppelt ist, spiegelt die Stufe Ihre Berufserfahrung in der jeweiligen Position wider. Mit zunehmender Beschäftigungsdauer steigen Sie in höhere Stufen auf – und damit auch in höhere Gehaltsklassen.
In den meisten Entgeltgruppen gibt es sechs Stufen. Eine Ausnahme bildet Entgeltgruppe E1: Hier gibt es lediglich fünf Stufen, wobei die Einstellung bereits Stufe 2 bedeutet und der Aufstieg in die nächste Stufe alle vier Jahre erfolgt. Die genauen Regelungen zu den Stufenlaufzeiten sind in § 16 TVöD festgehalten.
TVöD-SuE: Besonderheiten im Sozial- und Erziehungsdienst
Für den Sozial- und Erziehungsdienst gilt eine eigene Tarifstruktur, bekannt als TVöD-SuE. Sie betrifft unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie Beschäftigte in Kindertagesstätten und der Jugendhilfe. Der TVöD-SuE unterscheidet sich vom allgemeinen TVöD durch eigene Entgeltgruppen (S-Tabelle statt E-Tabelle) sowie zusätzliche Zulagen, etwa die SuE-Zulage, die als Anerkennung der besonderen Anforderungen in diesem Berufsfeld eingeführt wurde.
Wer nach einer Berechnung mit dem TVöD SuE Rechner sucht, sollte entsprechend nicht die allgemeine E-Tabelle, sondern die spezifische S-Tabelle des Sozial- und Erziehungsdienstes zugrunde legen, da sich die Bezeichnungen und Gehaltsstufen von der regulären Entgelttabelle unterscheiden.
Zulagen im öffentlichen Dienst
Zusätzlich zum Grundgehalt sehen viele TVöD Regelungen Zulagen vor, die unter bestimmten Voraussetzungen anfallen können:
Zeitzuschläge: Für Schichtarbeit, Sonntagsarbeit sowie Arbeit an Samstagen und Feiertagen werden häufig zusätzliche Zuschläge gezahlt. Ob diese einmalig oder dauerhaft anfallen, hängt von den konkreten Arbeitszeiten ab.
Erschwerniszuschläge: Bei besonders belastenden oder gefährdenden Tätigkeiten – etwa bei Strahlenbelastung oder starker Staubbelastung – sehen viele Tarifverträge zusätzliche Zulagen vor.
Zulagen bei vorübergehender Höhergruppierung: Wer zeitweise Aufgaben einer höheren Entgeltgruppe übernimmt, erhält für diesen Zeitraum eine entsprechende Zulage.
Vom Brutto zum Netto: Welche Abzüge fallen an?
Vom Bruttogehalt werden mehrere Positionen abgezogen, bevor das tatsächliche Nettogehalt auf dem Konto landet:
Zusätzlich zahlen viele öffentliche Arbeitgeber in eine betriebliche Zusatzversorgungskasse ein, etwa die VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) oder eine kommunale Zusatzversorgungskasse. Dies betrifft überwiegend den Arbeitgeberanteil und wirkt sich in der Regel nicht direkt mindernd auf Ihr Nettogehalt aus, kann aber je nach individueller Zusatzversicherung leicht variieren.
Wie benutze ich den TVöD Rechner?
Um Ihr Nettogehalt zu ermitteln, tragen Sie Ihr Bruttogehalt laut der für Sie geltenden Entgelttabelle in den Brutto Netto Rechner TVöD ein. Ergänzend geben Sie Ihre Steuerklasse, eine eventuelle Kirchensteuerpflicht sowie Angaben zu Kindern an, sofern diese für die Pflegeversicherung relevant sind. Der Rechner ermittelt daraus automatisch die einzelnen Abzüge sowie Ihr voraussichtliches Nettogehalt – sowohl monatlich als auch hochgerechnet aufs Jahr.
Da sich Sozialversicherungsbeiträge und Steuerregelungen jährlich ändern können, basiert unser Rechner stets auf den zuletzt bekannten, aktuellen Sätzen.
Fazit – TVöD Rechner
Der TVöD sorgt für einheitliche, transparente Gehaltsstrukturen im öffentlichen Dienst, egal ob bei Bund, Kommune oder im Sozial- und Erziehungsdienst. Mit unserem TVöD Rechner sehen Sie auf einen Blick, was von Ihrem Bruttogehalt nach Steuern und Sozialabgaben tatsächlich netto übrig bleibt.
Da sich Entgelttabellen und Sozialversicherungssätze regelmäßig ändern, lohnt es sich, Ihre Gehaltsberechnung bei jeder Tariferhöhung oder einem Wechsel der persönlichen Situation, etwa bei einer Höhergruppierung oder einer Änderung der Steuerklasse, erneut mit dem TVöD Rechner zu überprüfen. So behalten Sie auch langfristig den Überblick über Ihre finanzielle Situation im öffentlichen Dienst.
